Knie

Von: Dr. rer. nat. Isabel Siegel (Diplom-Biologin und Medizinredakteurin)
Letzte Aktualisierung: 11.03.2025

Als Knie wird die Verbindung zwischen dem Oberschenkel und dem Unterschenkel des Beins bezeichnet. Häufig spricht man einfach von "Knie", wenn das Kniegelenk gemeint ist. Dabei handelt es sich um das größte Gelenk des menschlichen Körpers. Der Aufbau des Knies ist sehr komplex und ermöglicht es, das Bein zu strecken und zu beugen und leichte Drehbewegungen durchzuführen. Damit spielt es eine entscheidende Rolle in der Beweglichkeit und Stabilität beim Stehen und Gehen und bei vielen anderen Bewegungsabläufen.

Das Knie besteht aus den knöchernen Anteilen von Oberschenkel (Femur), Unterschenkel (Tibia) sowie der Kniescheibe (Patella). Diese drei Knochen sind gemeinsam mit zwei Knorpelfaserringen (Innen- und Außenmeniskus) gelenkig über Sehnen und Bänder miteinander verbunden und im Gelenkspalt mit widerstandsfähigem Knorpel überzogen. Der Knorpel schützt den Knochen, er sorgt für eine geringe Reibung im Gelenk und federt Stöße ab. Man unterscheidet im Knie zwischen zwei Gelenkanteilen:

  • Gelenk zwischen Ober- und Unterschenkel (Femorotibialgelenk)
  • Gelenk zwischen Oberschenkel und Kniescheibe (Femoropatellargelenk)

Die Bewegungen im Kniegelenk werden durch vier Bänder kontrolliert:

  • Die zwei Seitenbänder (Innen- und Außenband) des Knies sichern das gestreckte Gelenk. In der Streckung des Knies sind diese Bänder gespannt.
  • Die zwei Kreuzbänder (vorderes und hinteres Kreuzband) schränken die Innen- und Außendrehung des Unterschenkels bei gebeugtem Gelenk ein.

Treten Schmerzen im Knie auf, sind diese am häufigsten auf Verschleißerscheinungen (Arthrose im Knie, Gonarthrose) oder auf Verletzungen zurückzuführen. Dadurch können insbesondere die Knorpelschichten auf den Gelenkoberflächen, die Bänder oder der Meniskus Schaden nehmen.