Knochenmark

Von: Dr. rer. nat. Isabel Siegel (Diplom-Biologin und Medizinredakteurin)
Letzte Aktualisierung: 11.03.2025

In größeren Knochen befindet sich im Zentrum, in den von den Knochenbälkchen durchzogenen Markräumen, das Knochenmark (Medulla ossium). Es wird zwischen zwei verschiedenen Formen Knochenmark unterschieden:

  • rotes Knochenmark 
  • gelbes Knochenmark (Fettmark)

Während das rote Knochenmark bei Säuglingen in allen Knochen vorkommt, findet man es bei Erwachsenen vor allem in den Röhrenknochen, den Rippen, den Wirbelkörpern oder den Beckenknochen. Es wird mit zunehmendem Alter durch das gelbe, fettreiche Knochenmark ersetzt.

Im roten Knochenmark werden weiße und rote Blutkörperchen (Leukozyten und Erythrozyten) sowie Blutplättchen (Thrombozyten) gebildet. Das gelbe Fettmark besteht, wie der Name schon sagt, größtenteils aus Fettzellen und ist nicht an der Blutbildung beteiligt.

Bei Erkrankungen des Knochenmarks ist in der Regel die Blutbildung gestört. Das bedeutet, es gibt zu viele oder zu wenig Blutzellen oder diese sind nicht gesund, sondern krankhaft verändert. Häufige Krankheiten, bei denen dies ein Problem ist, sind Leukämie (Blutkrebs), Myelodysplastisches Syndrom (MDS) und Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung).

Blutbildungsstörungen können angeboren sein oder im Laufe des Lebens erworben werden.