Zwei Corona-Hotspots in Frankreich verschärfen Maßnahmen

Bordeaux und Marseille schränken Versammlungen und Besuche in Altenheimen ein

Marseille und Bordeaux verschärfen Corona-Maßnahmen

Angesichts der massiv steigenden Corona-Infektionszahlen in Frankreich verschärfen zwei besonders betroffene Ballungsräume die Maßnahmen: In den Verwaltungsbezirken um Marseille im Süden und Bordeaux im Westen des Landes werden unter anderem Versammlungen und Besuche in Altenheimen eingeschränkt, wie die zuständigen Präfekturen am Montag mitteilten.

Veranstaltungen mit mehr als tausend Teilnehmern sind dort künftig untersagt. Bisher lag die Obergrenze bei 5000. Die Bürger wurden zudem aufgerufen, private Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern zu vermeiden. Zudem werden deutlich weniger Besucher in Altenheimen erlaubt, um Risikogruppen zu schützen. 

Der für Marseille zuständige Präfekt Christophe Mirmand drohte zudem mit der Schließung von Stränden und anderen öffentlichen Orten ab 20 Uhr, sollte sich die Lage nicht verbessern. In Marseille und Bordeaux ist der Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche massiv überschritten worden. Die französische Regierung hatte deshalb regional begrenzte Maßnahmen gefordert.

Zugleich sorgten Bilder feiernder Fußballfans in Marseille für Kopfschütteln. Dort hatten am Sonntagabend hunderte junge Fans am alten Hafen unbehelligt den 1:0-Sieg ihrer Mannschaft gegen den französischen Meister Paris Saint-Germain gefeiert. Viele trugen entgegen der Vorschriften keine Masken, Sicherheitsabstände wurden nicht eingehalten.

Veröffentlicht: 14.09.2020 – Quelle: Agence-France-Presse